Die Pester-Villa

Eigentümer & Bewohner

Aus den Bauzeichnungen für das Wohnhaus ergibt sich, dass die Zeichnungen ursprünglich für den Rentier Ferdinand Bester erstellt wurden. Bei den Zeichnungen für die Erweiterungsbauten sind diese offensichtlich von Arthur Pester 1923 beauftragt worden. Interessant ist an der Stelle festzustellen, dass Arthur Pester sich bereits zu dieser Zeit mit “P” schreibt.

Vermutlich wurde das Haus Poststr. 23 in Mittweida um 1900 errichtet und 1923 und Folgejahre erweitert.

Soweit bekannt, wohnten in der Poststraße 23 von der Erbauerfamilie: Ferdinand Bester, Arthur Pester mit seiner Frau und 3 Kindern.

Schließlich ging das Eigentum an der Postraße 23 an Hugo und Änne Pester (Änne Pester war eine geb. Edle von Oetinger) über. Nach dem Tod von Hugo Pester am 29.12.1955 in St. Blasien (Schwarzwald) heiratete Änne Pester am 18.12.1957 Lebrecht Steinegger, den ehemaligen Miteigentümer und Geschäftsführer der Baumwollspinnerei in Mittweida, und zog in die Schweiz. Nach dem Tod von Änne Steinegger (verwittwete Pester) am 1.9.1970 hinterließ sie den Nachlass von Hugo und Änne Pester mit der Auflage diesen nach dem Tod von Lebrecht Steinegger (11.9.1986) an deren Neffen und Nichten weiter zu geben, da sie selbst kinderlos waren. Die sehr heterogene Erbengemeinschaft verständigte sich schließlich 1994 darauf, dass die Brüder Prof. Dr. Bolko und Dr. Nikolaus von Oetinger den Nachlass komplett übernahmen und die verbleibenden Mitglieder der Erbengemeinschaft auszahlten.

Bis heute befindet sich die Pester Villa im Familenbesitz und wurde in der Vergangenheit umfänglich renoviert – siehe dazu auch “Renovierungen” in dieser Webseite.